Your Name. – Gestern, heute und für immer (Kimi no Na wa.) – Review

Der Anime ‚Your Name. – Gestern, heute und für immer‘ (mit dem Originaltitel 君の名は。- Kimi no Na wa.) des Regisseurs Makoto Shinkai erschien schon 2016 in den japanischen Kinos (erst im Jänner 2018 im deutschsprachigen Raum) und ist zurzeit der erfolgreichste Animefilm weltweit. Animiert wurde dieser Film vom japanischen Studio CoMix Wave Films, Inc. Zeitgleich erschien auch das gleichnamige Buch zum Film. Das 107 Minuten lange Coming-of-Age Romantik Drama mit durchaus sehr lustigen Szenen wirkt zunächst wie ein Bodyswitch-Film à la ‚Freaky Friday‘, eröffnet aber im Laufe der Geschichte seine Tiefgründigkeit.

Die Teenagerin Mitsuha lebt in der kleinen, traditionsbewussten Provinzstadt Itomori und ist davon mehr als nur gelangweilt.  Sie wünscht sich nichts sehnlicher als ein aufregendes Leben in einer modernen Großstadt – ein Leben, wie es Taki, ein junger Highschool-Schüler in Tokio, führt. Schließlich träumt Mitshuha, dass sie ein solcher Junge in einer Stadt sei und Taki erwacht im Traum als Mädchen.  Als beide am nächsten Morgen aufwachen, müssen sie feststellen, dass sie sich an den ganzen letzten Tag nicht erinnern können und sich laut Familie und Mitschülern sehr seltsam verhalten haben.  Es dauert nicht lange bis Mitsuha und Taki feststellen, dass sie mehrmals pro Woche ihre Körper tauschen. Nun müssen sie sich mit dieser Situation zurechtfinden.

Anfänglich wirkt ‚Your Name.‘ wie ein typischer Coming-of-Age Liebesfilm. Auch die Gags wirken zu Beginn etwas plump, da uns im Bodyswitch-Komödien-Stil die Situation der beiden Jugendlichen nähergebracht werden soll. Aber schon nach kürzester Zeit wachsen einem die Hauptpersonen ans Herz und der Humor trifft mehr und mehr ins Schwarze. Genauso wie sich im Laufe des Animes die beiden Protagonisten näher kennen lernen, eröffnet sich erst mit dem fortschreiten der Handlung, dass es in Wirklichkeit um weitaus essentiellere Themen geht. Nämlich um Selbstfindung und Seelenverwandtschaft, die sogar die Grenzen von Raum und Zeit überwindet. Der Name spiegelt die Identität der Person wieder und darf nicht vergessen werden, da sonst auch die Person vergessen wird. Liebevoll handgemalte Bewegtbilder, von Mitsuha und ihrer Großmutter bei traditionellen Knüpfarbeitenund die Geschichten der Ahnen transportieren liebevoll die Botschaft, dass Schicksale miteinander verknüpft sind und durch aufdröseln und neu verflechten der Bänder geändert werden können. Nicht nur mit den Protagonisten treffen hier Gegensätze aufeinander. Das idyllische japanische Landleben und die bunte Großstadt spiegeln die beiden Welten optisch wunderbar wieder. Das Szenebild verzaubert durch die Zeichnungen und deren Detailreichtum den ganzen Film über. Unfassbar detailliert gezeichnete Kamerafahrten werden geschickt eingesetzt und der Soundtrack untermalt das Erzählte mit japanischen Popklängen, performed von der J-Rockband Radwimps. Wenn dann mal sogar fast ein ganzer Song hinterlegt mit Musikvideoartigen Szenen der Protagonisten gezeigt wird, könnte es dem ein oder anderen zu viel werden, da man jedoch immer mit dem Herz bei der Sache ist, kann man auch über solches hinwegsehen.

Mit ‚Your Name.‘ landet Makoto Shinkai nicht grundlos einen weltweiten Erfolg. Der Anime sieht nicht nur optisch wunderbar aus, er hält während der ganzen Spielzeit bei Laune und lässt einen, vor allem zum Schluss, mit den Protagonisten, wie selten in anderen Filmen, mitfiebern. Die Geschichte der beiden Teenager ist liebevoll erzählt und man wünscht sich als Zuschauer nichts mehr, als dass Mitsuha und Taki endlich zueinander finden.

Fazit:

Großartiger und auch optisch wunderbarer Anime mit einer romantischen, lustigen und überraschend tiefgründigen Story. Vor allem Genre-Freunde werden von dem Meistwerk begeistert sein. ‚Your Name.‘  ist eine wunderbare und liebevoll inszenierte Geschichte, die vielleicht für den Geschmack des einen oder anderen an manchen Stellen etwas zu kitschig sein könnte.

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Pressematerial ist Eigentum der 24 Bilder Film GmbH

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