A Quiet Place – Review

John Krasinski‘s neuester Film ‚A Quiet Place’ ist ein postapokalyptischer Horror-Thriller, indem im Jahre 2020 außerirdische Kreaturen die Erde überrannt haben. Diese sind zwar blind, aber mit ihrem äußerst sensiblen Gehör, jagen sie alles, was nur den geringsten Laut von sich gibt. Im Mittelpunkt der 90 Minuten Laufzeit steht eine Familie, die es in dieser Welt geschafft hat zu überleben. Der Tochter Regan, gespielt von Millicent Simmonds, ist es nur möglich mit einem Cochlea-Implantat hören. Dadurch ist die ganze Familie in der Lage, sich in Gebärdensprache lautlos zu verständigen. Der Vater wird von Krasinski selbst gespielt und die Mutter wird von seiner Ehefrau Emilie Blunt verkörpert. Am Drehbuch waren neben Krasinski noch Bryan Woods, sowie Scott Beck beteiligt und der hervorragend abgestimmte Soundtrack stammt von Marco Beltrami.

Man wird direkt ins Geschehen hineingeworfen. Die Familie Abbott ist mit ihren drei Kindern losgezogen um Medikamente für den kranken Sohn Marcus, gespielt von Noah Jupe, zu besorgen. Dabei wird penibelst darauf geachtet, keine Geräusche zu machen: Es wird nicht gesprochen, ein Schritt wird langsam vor den anderen gesetzt und Sachen werden nur vorsichtig aufgehoben beziehungsweise platziert. Schon hier wird man in den ersten Minuten von der Atmosphäre aufgesogen. Als Zuschauer hat man selbst den Drang, keinen Mucks von sich zu geben. In einem verlassenen Supermarkt entdeckt der jüngste Sohn Beau eine batteriebetriebene Spielzeugrakete, die er jedoch nicht behalten darf, weil sie zu laut ist. Die Enttäuschung ist dem Kleinen ins Gesicht geschrieben, jedoch gibt ihm seine große Schwester Regan heimlich das Ok, die Rakete einzustecken. Ungesehen packt er aber auch noch die Batterien ein. Am Rückweg nimmt das Schicksal seinen Lauf, der Junge lockt durch die laute Spielzeugrakete die Kreaturen an. Dies wird so grandios in Szene gesetzt, dass man gar nicht fassen kann, was man hier direkt in den ersten 10 Minuten des Films zu sehen bekommt. Direkt nach der erschreckenden Szene gibt es einen Zeitsprung. Die Geschichte springt ca. ein Jahr in die Zukunft. Mutter Evelyn ist erneut schwanger und erwartet das Kind in Kürze. Regan ist geplagt von Schuldgefühlen, was zu Spannungen mit dem Vater führt. Sein Sohn Marcus ist seither traumatisiert.

‚A Quiet Place‘ ist ein packender Horror-Thriller, der uns nahezu zu jeder Sekunde in Schockstarre versetzt. Selten hat man so eine Atmosphäre erlebt. Überall wird darauf geachtet keine Geräusche zu machen: die Gehwege sind mit Sand ausgelegt, es wird kein Geschirr oder Besteck beim Essen genutzt und das Spielzeug der Kinder ist größtenteils aus Stoff. Emilie Blunt verkörpert die Rolle der Mutter, die trotz dieser schwierigen Situation die Hoffnung nicht aufgegeben hat, ausgezeichnet. Auch Krasinski hat als beschützender und sehr liebevoller Vater, noch nicht aufgegeben. Er versucht vergeblich ein Mittel gegen diese Kreaturen zu finden und mit der Außenwelt zu kommunizieren. Dadurch dass John Krasinski und Emelie Blunt auch im echten Leben verheiratet sind, entsteht eine tolle Dynamik zwischen dem Ehepaar. Die Kinderdarsteller sind perfekt gecastet. Speziell Millicent Simmonds, welche die gehörlose Regan verkörpert, leistet wunderbare Arbeit. Der Soundtrack unterstreicht die Stimmung weiter, jeder kleinste Laut zerrt an den Nerven. Vom Versuch seinen Atem in brenzligen Situationen zu unterdrücken, bis hin zur kompletten Stille, wenn wir in die Rolle der Tochter versetzt werden. Im Gegensatz dazu wird die Gefahr der Kreaturen durch lautes Gedröhne unterstrichen. Ein paar Logiklöcher sind zwar vorhanden, diese zerstören aber keinesfalls den Filmgenuss, irgendwo wird der Strom schon herkommen!

Noch ein kleiner Hinweis für das perfekte Filmerlebnis: Seht euch den Film unbedingt nur mit Leuten an, denen ihr Vertrauen könnt, dass wirklich die ganze Laufzeit über Ruhe herrscht, nur so entfaltet sich die komplette Atmosphäre.

Fazit:

Äußerst packender und spannender Horror-Thriller, der frischen Wind ins Genre bringt. Jede Sekunde wird mit den Protagonisten mitgefiebert und mitgelitten. Es wird auf ein sehr realistisches Setting geachtet und gemeinsam mit dem überzeugenden Soundtrack, wird ein hervorragendes Gesamtwerk erschaffen. Ein durch und durch gelungener Film.

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Pressematerial ist Eigentum von Paramount Pictures – Bildquelle: http://iheartthetalkies.com

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